Hohwacht, ein „Dichtezentrum“ für Rotmilane

Der Schwarzwälder Bote und die Hohenzollerische Zeitung berichten am Dienstag, 11. Dezember 2018 über das Artenschutzgutachten für das Waldgebiet Hohwacht,  in dem Windkraftanlagen geplant waren.

Den Artikel vom Schwarzwälder Boten finden Sie hier:

Schwarzwälder Bote vom 11.12.2018

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.haigerloch-ein-dichtezentrum-fuer-rotmilane.58866f48-b26f-405c-9766-28b6e0a20343.html

Hier der Artikel aus der Hohenzollerischen Zeitung:

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/haigerloch/artenvielfalt-bremst-windpark-_hohwacht_-aus-28630444.html

Auf der Internetseite der Stadt Haigerloch ist das Gutachten veröffentlicht.

https://www.haigerloch.de/de/Aktuell/Aktuelle-Nachrichten/2018/Flaechennutzungsplan-der-Stadt-Haigerloch-Sachlicher-Teilflaechennutzungsplan-zur-Ausweisung-von-Konzentrationsflaechen-fuer-Windenergieanlagen

 

Infotag und Waldfest stoßen auf großes Interesse

Gut besucht war der Infotag mit Waldfest der Bürgerinitiative Gegenwind Hohenzollern beim Schützenhaus in Haigerloch-Stetten. Die Veranstaltung fand den erwarteten Zuspruch und verzeichnete über den Tag hinweg zahlreiche interessierte Besucher.

Bereits um 11:00 Uhr zog die erste Gruppe los und wanderte unter Begleitung von Walter Stocker Richtung Hohwacht, in das Gebiet der geplanten Windräder. Auf der Anhöhe etwa 500 m vom Schützenhaus  entfernt, hatten Mitglieder der Bürgerinitiative einen Kreis mit 300 m Durchmesser abgesteckt, um den Besuchern den Flächenverbrauch zu verdeutlichen der für das Fundament eines geplanten Windrates notwendig ist, etwas 0,7 ha. Manche Besucher konnten das riesige Ausmaß der Fläche zuerst nicht glauben und haben nochmals nachgemessen. Erläutert wurde bei der Führung, dass die abgesteckte Grundfläche für das Windrad noch am unteren Bereich ist, da der Untergrund aus Keuper Sandstein besteht und das Gebiet zusätzlich noch in auf einer Seitenstörungslinie des Hohenzollerngrabens liegt, also Erdbebenzone ist.
Mithilfe einer Plexiglasscheibe wurde anschaulich verdeutlicht, wie die Windräder später auf der Hohwacht aussehen könnten. Vor dem Waldhorizont im Hintergrund waren Windräder auf einer Plexiglasscheibe aufgeklebt so dass die Besucher sich die Windräder direkt in der Landschaft vorstellen konnten. Da das Interesse doch relativ groß war wurde um 11:30 Uhr gleich eine zweite Führung angeboten bei der eine weitere Gruppe durch das Planungsgebiet wanderte. Auf dem bekannten Hohenzollernwanderweg ging es direkt durch das Gebiet bis zum östlichen Rand wo deutlich zu sehen war, wie nahe die ersten Häuser von Rangendingen stehen. Der kürzeste Abstand beträgt nach Rangendingen vom Planungsgebiet etwas mehr als 1 km. Weitere Führungen folgten am Nachmittag auch kleinere Einzelgruppen waren unterwegs um sich selber ein Bild zu machen welche Naturzerstörung die der geplante Windpark verursachen würde.
Vor dem Schützenhaus war ein Infostand aufgebaut an dem Mitglieder der Bürgerinitiative den interessierten Bürgern vor allem aus Stetten, Rangendingen und Grosselfingen Auskunft geben konnten. Auch Politikerinnen und Politiker der SPD, FDP und AFD informierten sich über das Projekt und die damit zusammenhängenden Problematiken.
Im Schützenhaus war ein Beamer aufgebaut. Dort konnten sich die Besucher anhand von verschiedenen Videoclips ausführlich über die Problematik informieren die mit dem Bau von Windrädern in Zusammenhang steht.
Auch an die jüngeren Besucher war gedacht, am Nachmittag gab es eine Kinderaktion für sechs bis neunjährige mit Naturspielen und Spurensuche im Wald.
Für die Bewirtung mit Grillgut sorgten die Mitglieder der Bürgerinitiative. Vor allem am Nachmittag war das Schützenhaus gut besetzt. Dort bewirtete der Schützenverein mit Kaffee und Kuchen und allerlei Getränken.
Einige Mitglieder der Bürgerinitiative haben sich spontan dann noch entschlossen nach Balingen zu fahren, um dort Umweltminister Untersteller die Anliegen und Forderungen der Bürgerinitiative Gegenwind zu übergeben. Auch er war nach Stetten eingeladen, wollte aber sich wohl der Diskussion dort nicht stellen.
Der Sprecher der Bürgerinitiative Alexander Siedler zeigte sich mit der Veranstaltung sehr zufrieden, Trotz zahlreicher anderer Veranstaltungen im Raum Haigerloch waren viele Interessenten zum Schützenhaus nach Stetten gekommen und zeigten sich mit der Bürgerinitiative einig, dass alles versucht werden müsse um die momentan geplanten 8 Windräder und damit die Naturzerstörung auf der Hohwacht zu verhindern.

Teilregionalplan Haigerloch-Rangendingen-Grosselfingen Windkraft

Zur besseren Übersicht finden Sie im unteren Link nochmals den Ausschnitt für Grosselfingen-Haigerloch-Rangendingen (Hohwacht) des Planentwurfs Teilregionalplan Windkraft 2017  des Regionalplans Neckar Alb.

Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass ein möglicher Einspruch im Rahmen des Beteiligungsverfahrens bis spätestens
31. Mai 2017 beim

Regionalverband Neckar-Alb
Löwensteinplatz 1
72116 Mössingen

eingegangen sein muss.

Teilregionalplan Windkraft