Willkommen auf der Webseite der Bürgerinitiative

Positionen der Wahlkreiskandidaten zur Bundestagswahl 2017 zur Windindustrieplanung im Dreiländereck

Anläßlich der bevorstehenden Wahl zum Deutschen Bundestag am 24. September 2017 haben wir als Bürgerinitiative Gegenwind Hohenzollern den Kandidaten der Wahlkreise Tübingen und Zollernalb/Sigmaringen folgende Fragen nach der jeweiligen Position zum Themenbereich Windkraft „Hohwacht“ und zur Energiepolitik gestellt:

1) Wie bewerten Sie die Windenergie-Planungen in der Region Neckar-Alb? Setzen Sie sich für einen Ausbau der Windenergie in der Region ein?

2) Befürworten Sie die Errichtung eines Windindustriegebiets im Planungsgebiet „Hohwacht“ zwischen Haigerloch, Rangendingen und Grosselfingen oder lehnen Sie das vorgesehene Windindustriegebiet ab?

3) Wie bewerten Sie grundsätzlich die Energiewende und wie stehen Sie zum EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)?

4) Welche Abstandsregelung für Windräder zu einer Wohnbebauung favorisieren Sie?

Hier stellen wir die Antworten zusammengefasst dar. Die ungekürzten Antworten können gerne jederzeit angefragt werden bei info@gegenwind-hohenzollern.de .

 
 

10 700 Einwendungen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens beim Regionalverband Neckar-Alb

Mehr als 10 700 Einwendungen liegen dem Regionalverband Neckar Alb im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum Teilregionalplan Windkraft vor.

Allein 9400 davon haben Mitglieder der Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ am Dienstag persönlich am Sitz des Regionalverbandes Neckar-Alb in Mössingen abgegeben. 22 Personen der Initiative waren am Montag von 17 bis fast 23 Uhr damit beschäftigt, die Stellungnahmen zu zählen und in Kisten zu packen.

Verbandsdirektor Dirk Seidemann (auf dem Bild links) empfing die Delegation der Bürgerinitiative persönlich und räumte ein, dass dies doch eine überwältigende Anzahl an Stellungnahmen sei. Denn die Initiative übergab ihm 19 Kisten, in denen 9400 Schreiben fein säuberlich gestapelt waren. Nach Angaben der Bürgerinitiative kamen die meisten der 9400 Stellungnahmen aus Rangendingen (etwa 3200 Anschreiben). Danach folgten Schreiben aus Stetten (2100), Hart (800), Owingen (750), Gruol (700) und Haigerloch mit weiteren Ortsteilen (550). Auch aus Grosselfingen kamen 700 Stellungnahmen aus sonstigen Ortschaften in der Region weitere 600.

Doch damit nicht genug: Bis gestern gingen weitere 545 Schreiben bei der Bürgerinitiative ein, die flugs eingepackt und erneut nach Mössingen gefahren werden mussten, weil am 31. Mai schließlich letzter Stichtag für die Bürgeranhörung war. Somit generierte der „Gegenwind“ mit seinen Aktivitäten unterm Strich 9945 Stellungnahmen.

Weil beim Regionalverband nach dessen eigenen Angaben bereits 800 Einwendungen per E-Mail oder Brief eingegangen waren, wurde die Zahl von 10 000 Stellungnahmen damit deutlich übertroffen Nicht mitgerechnet sind dabei die Stellungnahmen der so genannten Träger öffentlicher Belange.

Dirk Seidemann erklärte, dass jeder einzelne Einspruch als persönliche Willensäußerung der Bürger beachtet werde, alle Argumente würden fachlich und sachlich geprüft und dann der Regionalversammlung zur Beratung vorgelegt. Aus der Bearbeitung der jetzt eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen ergebe sich laut Seidemann auch die Zeitschiene für den weiteren Ablauf. Angesichts der Vielzahl der Einwendungen rechnet er aber nicht damit, dass das Verfahren vor Ende dieses Jahres abgeschlossen werden kann.

Die 9945 gesammelten Einwände stellen für die Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ einen großen Erfolg, dar, denn die Mitglieder der Initiative hatten mit etwa 3- bis 4000 Einsprüchen gerechnet. Das jetzige Ergebnis hat ihre Erwartungen jedoch weit übertroffen. „Wir müssen dankbar sein, dass so viele Leute ihr Bürgerrecht wahr genommen haben“, erklärt Gegenwind-Pressereferent Alexander Siedler gegenüber unserer Zeitung

Seit der Vorstellung des Teilregionalplans Windkraft durch den Regionalverband am 15. Februar in der Haigerlocher Witthau-Halle hat sich also viel getan. Kurze Zeit nach der öffentlichen Vorstellung hat sich in Haigerloch die Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ gegründet. Ihr schlossen sich ziemlich schnell nicht nur Mitglieder aus Haigerloch an, sondern auch aus Rangendingen und inzwischen auch aus Grosselfingen.

Mit dem Sammeln möglichst vieler Einsprüche gegen die Ausweisung eines Vorranggebietes für Windkraft auf der „Hohwacht“ zwischen Haigerloch, Grosselfingen und Rangendingen hat die Initiative nun zwar ein Etappenziel erreicht, sieht damit ihre Arbeit aber noch lange nicht als erledigt an. Noch am Dienstagabend gründete sich der Gegenwind als Verein, dessen Vorsitz sich Katharina Kaiser (Rangendingen) und Claudia Horn (Haigerloch) teilen. Man will sich auch noch um ein Mitglied aus Grosselfingen im Vorstand bemühen, im Gespräch soll eine Frau sein.

Nach Informationsabenden in Hart, Stetten und Rangendingen will die Bürgerinitiative laut Siedler entweder im Juni oder spätestens im Juli ­ auch einen Informationsabend für Bürger in Grosselfingen anbieten. Am Sonntag, 18. Juni, soll es zudem im Schützenhaus Stetten eine weiteren Informationsveranstaltung inklusive einer Begehung des Waldgebietes „Hohwacht“ geben.

 

Die Widerspruchs-Schreiben richten sich gegen den Teilregionalplan Windkraft 2017 des Regionalverband Neckar-Alb, der ein sog. Vorranggebiet für Windindustrieanlagen festschreiben und Investoren den privilegierten Bau von Windrädern ermöglichen möchte.

Dabei sollen

  • 114 ha Wald abgeholzt werden. Weiterhin zerstören Zufahrten, Kabel- oder Freileitungstrassen ein
  • bisher weitgehend unberührtes Waldgebiet zwischen Rangendingen, Grosselfingen und Haigerloch.
  • 10 – 15 Windräder mit mind. 230 m Gesamthöhe (mind. 160 m Nabenhöhe + 70 m Rotoren) aufgestellt werden, die jeweils 1 ha Wald bei 300 m Kahlschlag im Durchmesser vernichten.
  • Die Windindustrieanlagen sind mit mind. 160 m Höhe über dem Baumbestand direkt vor dem Panorama des Albtraufs und der Burg Hohenzollern sichtbar.
  • Sie gefährden den Naturhaushalt, die Vogel- und übrige Tierwelt (Uhu, Milan, zeitweise Schwarzstörche, Fledermäuse, Rote Waldameisen, etc.).
  • Sie gefährden den Grundwasserhaushalt: Jedes Windrad enthält bis zu 1000 Liter Getriebeöl.
  • Sie beeinträchtigen die Menschen der ganzen Region durch Lärm, Infraschall und Eiswurf.
  • Sie entziehen uns allen ein Naherholungs- und Wandergebiet.

Kurz nach der Info-Veranstaltung des Regionalverbandes Neckar-Alb hat sich die Bürgerinitiative Gegenwind Hohenzollern gegründet, die allen Interessierten auf dieser Webseite unter den einzelnen Menüpunkten Informationen zur Verfügung stellt.

Besuchen Sie uns auf facebook

Einwendungen gegen den Teilregionalplan Windkraft 2017 des Regionalverbandes Neckar-Alb konnten von jedermann bis 31.5.2017 erfolgen  an den
Regionalverband Neckar-Alb, Löwensteinplatz 1, 72116 Mössingen oder per e-mail: info@rvna.de